Wesentliche Regelungen des EEG

Wer regelt die Direktvermarktung?

Das Gesetz über die erneuerbaren Energien (EEG) in seiner letzten Fassung von 2014 unterscheidet zwischen Anlagen, die vor und nach dem 1. August 2014 den Betrieb aufgenommen hatten.

Direktvermarktung für Anlagen nach dem 1. August 2014 (Neuanlagen) Direktvermarktung für Anlagen vor dem 1. August 2014 (Bestandsanlagen)

Gemäß § 34 EEG 2014 erhalten nur Anlagen, die nach § 20 EEG 2014 direkt vermarktet werden, den EEG-Förderanteil in Form der Marktprämie. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Anlage fernsteuerbar im Sinne von § 36 EEG 2014 ist.

Anlagen, die nicht im Sinne des EEG direkt vermarktet werden, können vorübergehend vom zuständigen Netzbetreiber eine Einspeisevergütung verlangen. Diese ist jedoch um 20% gemindert, geregelt im § 38 EEG 2014.

Die verpflichtende Direktvermarktung gilt nicht für Bestandsanlagen (EEG 2014, §100, Absatz 1, Nr. 6). Ältere Anlagen können zwischen der EEG Direktvermarktung und der Vergütung durch den Netzbetreiber wählen.

Entscheidet sich der Betreiber für die Direktvermarktung, so gilt auch hier die Voraussetzung der Fernsteuerbarkeit im Sinne von § 36 EEG 2014. In diesem Fall bietet das Gesetz den Anlagenbetreibern jedoch als Anreiz zum Wechsel in die Direktvermarktung eine Erhöhung des anzulegenden Wertes nach § 100 Absatz 1, Nr. 8 EEG 2014.

Sind Sie nicht sicher, welche Regulierung für Sie gilt? Wir helfen Ihnen gerne.

Unser Direktvermarktungs-Team berät Sie gerne

In den Anfängen der EEG-Regelungen gab es für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen eine fixe EEG-Vergütung. Heute soll die Marktprämie den Differenzbetrag zwischen den täglich schwankenden Börsenpreisen für Strom und der ehemaligen EEG-Vergütung ausgleichen.

Dazu wird der jeweilige Monatsdurchschnitt des Marktpreises an der Strombörse ermittelt und die Differenz zur früheren Vergütung errechnet. Diese Differenz entspricht der Marktprämie. So wird dem Betreiber einer EEG-Anlage der finanzielle Nachteil ausgeglichen, wenn er sich für die Direktvermarktung seines Stroms entscheidet.

Dadurch sind sogar höhere Erlöse als nach dem fixen Vergütungsmodell möglich: Betreiber, die ihren Strom an der Strombörse zu einem höheren Preis als dem monatlichen Durchschnittspreis verkaufen, steigern ihren Erlös.

Bei Statkraft handelt ein großes, professionelles und erfahrenes Team rund um die Uhr mit Strom an den Strombörsen. Diese Erfahrung und die permanente Beobachtung des Marktes erhöhen die Chancen auf solche Zusatzgewinne durch höhere erzielte Preise. Zusatzgewinne, die wir mit den Betreibern fair teilen.